Das wichtigste Geld in deinem Leben ist das, das du sofort hast, wenn die Waschmaschine kaputt ist oder der Job weg. Wir nennen es Notgroschen. Wie viel, wo, wofür, die ehrliche Antwort.
01 Wie viel?
Faustregel: drei Monatsausgaben. Bei einem Single in der Großstadt mit 2.500 €/Monat sind das 7.500 €. Familien mit Kindern oder Selbständige sollten eher 6 Monatsausgaben halten. Wer in einer sehr stabilen Branche arbeitet (Beamtin, Großunternehmen): 3 Monatsausgaben reichen.
Notgroschen sind keine Anlage. Sie sollen liquide sein, nicht renditestark. Eine Wertschwankung von -20 % im Notfall ist verheerend.
02 Wo lagern?
Tagesgeldkonto, gerne bei einer anderen Bank als das Girokonto (Trennung). Aktuell ca. 3 % p. a. bei den besten Anbietern. Wichtig: kein Festgeld (Zugriff blockiert), keine ETFs (Wertschwankung), kein Sparbuch (zu wenig Zinsen).
03 Was zählt nicht zum Notgroschen?
- ·Geld auf dem Girokonto (das ist dein Monatsbudget)
- ·Kreditkarten-Limit (Schulden, kein Sparen)
- ·Dispo (gefährlich teuer)
- ·Aktien & ETFs (kann gerade abgewertet sein, wenn du es brauchst)
Take-Aways.
- →3–6 Monatsausgaben als Zielgröße.
- →Tagesgeld bei separater Bank.
- →Erst Notgroschen, dann investieren, nie umgekehrt.
- →Bei Nutzung sofort wieder auffüllen.